Alle Schuhgrößen auf einen Blick

Messe deine Fußlänge in Zentimetern und rechne um, oder schaue die richtige Größe nach.

EU-Schuhgröße und Deutsche Schuhgröße sind dasselbe!

Fußlänge in CMEU-SchuhgrößeUS-Schuhgröße MännerUS-Schuhgröße FrauenUK-Schuhgröße
19,5320,520
19,932,512,50,5
20,3331,531
20,733,523,51,5
21,2342,542
21,634,534,52,5
22,0353,553
22,435,545,53,5
22,936,54,564
23,33756,54,5
23,737,55,575
24,13867,55,5
24,6396,586
25,039,578,56,5
25,4407,597
25,840,589,57,5
26,241,58,5108
26,741,5910,58,5
27,142,59,5119
27,543,51011,59,5
27,94410,51210
28,444,51112,510,5
28,845,511,51311
29,2461213,511,5
29,646,512,51412
30,1471314,512,5
30,547,513,51513
30,948,51415,513,5
31,34914,51614
31,849,51516,514,5
32,25015,51715

Es ist nicht immer einfach, die richtige Schuhgröße zu finden. Die Gründe sind vielschichtig. Manchmal liegt es einfach nur daran, dass ein Fuß nicht richtig gemessen wird, was nicht nur bei Kindern der Fall ist. Darüber hinaus gibt es verschiedene, nebeneinander existierende Schuhgrößensysteme, die historisch gewachsen sind und die länderspezifische Unterschiede aufweisen. Auch sie sind nicht ohne Weiteres kompatibel, da sie sich in Bezug auf die Maßeinheit, die Bezugsgröße und den Skalen-Nullpunkt unterscheiden. Erschwert wird das Finden der richtigen Größe zudem durch einige Hersteller, die herstellerspezifische Größentabellen verwenden. Was es mit den Schuhgrößentabellen auf sich hat – wir haben die wichtigsten Fakten für eine bessere Orientierung für Sie zusammengefasst. 

Warum Schuhgrößen unterschiedlich ausfallen

Um die Füße vor unterschiedlichen Temperaturen und mechanischen Einflüssen zu schützen, haben sich in den modernen Kulturen Schuhe als Teil der Gesamtbekleidung etabliert. Schuhgrößen basieren auf unterschiedlichen Methoden und Arbeitsweisen, die sich im Laufe der Jahrhunderte im Schuhmacherhandwerk historisch entwickelt haben. Während in England und Amerika die Größen in Zoll beziehungsweise in Inch gemessen werden, werden in Kontinentaleuropa Zentimeter und Millimeter als Maßeinheiten verwendet. Grund für die Unterschiede sind die unterschiedlichen Bezugsgrößen. Trotz derselben Maßeinheit existieren in Amerika und England für die Schuhgrößen unterschiedliche Nullpunkte, sodass die Größen variieren. Auch zwischen den Schuhgrößentabellen für Männer, Frauen und Kinder gibt es Unterschiede. Sehr viel übersichtlicher sind sie in Kontinentaleuropa, wo die Kinderschuhgrößen in die Schuhgrößen von Frauen und Männern übergehen.

Seit dem Beginn der industriellen Schuhproduktion werden Schuhe auf Vorrat in unterschiedlichen Größen hergestellt. Einheitliche nationale beziehungsweise internationale Standards für Schuhgrößen gibt es bis heute nicht. Das bedeutet, dass selbst Schuhgrößen eines Größensystems – US-Schuhgrößen, UK-Schuhgrößen, EU-Schuhgrößen oder Mondopoint-Schuhgrößen – unterschiedlich ausfallen können. Grund sind unterschiedliche Festigungsverfahren und Messmethoden. Und so gibt es Hersteller – und das gilt insbesondere für die Hersteller von Sportschuhen, die eigene Tabellen für die Schuhgrößen veröffentlichen.

Die Bestimmung der Schuhgröße

Um die Schuhgröße aus den Maßen des Fußes abzuleiten, werden unterschiedliche Systeme verwendet. Insbesondere bei der Ermittlung der Länge des Fußes kommen unterschiedliche Bezugsgrößen, Maßeinheiten und Nullpunkte zum Einsatz. Diese Unterschiede sind es, die es erschweren, Schuhgrößen miteinander zu vergleichen und größengerecht umzurechnen.

Die verschiedenen Bezugsgrößen für die Bestimmung der Fußlänge

Um die Fußlänge zu ermitteln, werden verschiedene Maße verwendet, zu denen unter anderem die mittlere Länge des Fußes, die Innenlänge des Schuhs und die Länge des Leistens gehören.

  • Die mittlere Länge eines Fußes oder auch die Länge der Fußsohle wird mit einem Messgerät gemessen. Dass das fertige Produkt tatsächlich zu Füßen der angegebenen Länge passt, liegt in der Verantwortung des Herstellers.
  • Die Innenlänge des Schuhs lässt sich außerdem am fertigen Produkt messen. Abhängig vom Schuhtyp ist der Innenraum 10 bis 20 Millimeter länger als der Fuß, woraus sich unterschiedliche Schuhgrößen ergeben können.
  • Eine weitere Bezugsgröße für die Bestimmung der Fußlänge ist die Länge des Leistens, der für die Herstellung des Schuhs verwendet wird. Der Leisten ist ein Formstück, das aus Kunststoff, Holz oder Metall gefertigt sein kann. Er ist der Form des Fußes nachempfunden und wird für die Fertigung eines Schuhs verwendet.
  • Diese unterschiedlichen Messmethoden sind ein Grund, warum Schuhe unterschiedliche Längen und gegebenenfalls auch Weiten aufweisen, obwohl sie mit identischen Schuhgrößen gekennzeichnet sind.

Die Verwendung verschiedener Maßeinheiten

Unterschiede gibt es auch in Bezug auf die verwendeten Maßeinheiten. Daraus ergeben sich unterschiedliche Schrittweiten, da regelmäßig nur halbe oder ganze Größen hergestellt werden.

  • Eine Maßeinheit ist der Pariser Stich mit einer Länge von 6,67 Millimetern. Das bedeutet, dass die Abstufung zwischen den einzelnen Größen jeweils 6,67 Millimeter beträgt. Regelmäßig werden keine Zwischengrößen hergestellt. Der Pariser Stich ist die in Kontinentaleuropa verwendete Maßeinheit. 
  • Die britische Maßeinheit Barleycorn orientiert sich an der Größe eines Gerstenkorns und weist eine Länge von einem halben Zoll auf, was 8,46 Millimetern entspricht. Regelmäßig gibt es Zwischengrößen, sodass die Abstufung 4,23 Millimeter beträgt. Das Barleycorn ist die Grundlage für das US- und UK-System. 
  • Daneben werden auch metrische Angaben in Millimetern und Zentimetern verwendet, deren Abstufung jeweils 5 Millimeter beträgt. Diese Maßeinheit liegt zwischen dem kontinentaleuropäischen sowie dem US-amerikanischen und britischen System und wird in Japan und beim Mondopoint-System eingesetzt.
  • Aufgrund der unterschiedlichen Maßeinheiten wird deutlich, dass es bei der Umrechnung von einem Größensystem in ein anderes zwangsläufig zu Rundungsfehlern kommen muss.

Unterschiedlich gewählte Nullpunkte

Unterschiedliche Nullpunkte bedingen weitere Probleme, wenn es um das Umrechnen von Schuhgrößen geht.

  • Bei einigen Systemen befindet sich der Nullpunkt bei der Fußlänge 0. Dann sind Schuhgröße und Fußlänge identisch. Das bedeutet auch, dass die Größen von Damen-, Herren- und Kinderschuhen direkt miteinander verglichen werden können.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, den Nullpunkt bei einer Innenlänge von 0 zu setzen. Dann entspricht die Schuhgröße der Innenlänge der gewählten Maßeinheit, wie es zum Beispiel beim kontinentaleuropäischen System der Fall ist. Das bedeutet, dass die Größen von Damen-, Herren- und Kinderschuhen miteinander vergleichbar sind, was jedoch nicht zwingend auf die Größen verschiedener Schuhtypen zutreffen muss.  
  • Einem Schuh mit einer vorgegeben Länge, die die kleinste für praktikabel erachtete Länge ist, kann die Größe 0 oder 1 zugewiesen werden, wobei für Damen-, Herren- und Kinderschuhe jeweils unterschiedliche Nullpunkte gewählt werden können. Das bedeutet, dass die Größen nicht miteinander vergleichbar sind. Beispielhaft sind das US- sowie das UK-System.
  • Nicht nur die Nullpunkte können unterschiedlich gewählt werden. Sie können sich auch auf unterschiedliche Bezugspunkte beziehen, sodass weitere Probleme aus der Umrechnung von Schuhgrößen resultieren.

Die verschiedenen Schuhgrößensysteme

Es gibt kein weltweit einheitliches Schuhgrößensystem. Stattdessen variieren Schuhgrößensysteme nach Ländern beziehungsweise Kontinenten. Es sind historisch gewachsene Systeme, die für die Längenbestimmung verwendet werden und die als Maßstab für den Kauf von Schuhen dienen. Die Differenzierung erfolgt auf der Grundlage von numerischen Angaben. Bevor sich Schuhgrößen etablierten, wurden Schuhe nach Maß angefertigt. Maßangefertigte Schuhe gibt es auch noch heute, wobei deren Anfertigung eine Frage des Preises ist. Erst mit der Idee, Schuhe auf Vorrat beziehungsweise in Massen zu produzieren, kamen Größensysteme auf. Diese Größensysteme variieren, weil sie sich an nationalen Gepflogenheiten orientieren.

Europäische Schuhgrößen

Im kontinentalen Europa gibt es ein einheitliches System, das auch französisches, italienisches oder deutsches System genannt wird. Ausgenommen ist Großbritannien, das ein eigenes System hat. Die Grundlage für die Einteilung in europäische Größen ist der sogenannte Pariser Stich, der Mitte des 19. Jahrhunderts aufkam. Der Pariser Stich bezeichnet die typische Stichlänge der Doppelnähte der damaligen Nähmaschinen, die zur Maßeinheit bei der Anfertigung von Schuhen wurde. Europäische Schuhgrößen beschreiben also, wie viele Stiche eine bestimmte Schuhgröße hat. Bei Größe 42 sind es zum Beispiel 42 Stiche mit einer Länge von jeweils 0,667 Zentimetern.

Basis für die Berechnung der Schuhgröße ist gemäß der verwendeten ISO-Spezifikation die Fußlänge in Zentimeter. Daraus ergibt sich folgende Formel für die Berechnung der EU-Schuhgröße:

EU-Schuhgröße = (Fußlänge in cm + 2 x 0.667) / 0,667

Hinzu addiert werden 2 x 0,667 Zentimeter, um der Zehenfreiheit gerecht zu werden.

Britische Schuhgrößen

In Großbritannien werden die UK-Größen verwendet, wobei „UK“ für United Kingdom steht. Anstelle von Zentimetern ist die grundlegende Maßeinheit für Schuhgrößen Zoll (Inch). Gerechnet wird mit dem sogenannten Barleycorn (Gerstenkorn), das 1/3 Inch entspricht. Das sind umgerechnet 0,846 Zentimeter. Regelmäßig wird mit halben Größen gerechnet, sodass Einzelschritte 0,423 Millimeter betragen. Die Formel für die Berechnung von britischen Schuhgrößen lautet deshalb

UK = Leistenlänge in Zentimeter / 2,54  x  3 – 25

Amerikanische Schuhgrößen

Ebenso wie britische Schuhgrößen orientieren sich amerikanische Schuhgroßen an der Maßeinheit Zoll für die Fußlänge. Dennoch unterscheiden sich UK-Größen von US-Größen. Grund für die unterschiedlichen Größenangaben ist, dass sich US-Größen zwar am britischen Barleycorn orientieren, aber jeweils bei einer anderen Fußlänge beginnen. Die Skala für US-Größen beginnt nicht wie bei UK-Größen bei 12, sondern bei 11 ¾ Barleycorns. Daraus ergibt sich für die Berechnung von US-Größen folgende Formel:

Schuhgröße (US) = Leistenlänge in Zentimeter / 2,54 x 3 – 24 ¾

Allerdings scheint sich in den Vereinigten Staaten immer mehr das sogenannte Brannock-System durchzusetzen. Dieses System ist nach dem Schuhverkäufer Charles Brannock benannt, der ein Messgerät zur Bestimmung der Schuhgröße erfunden hat, das sogenannte Brannock-Device. Die mithilfe dieses neuen Systems ermittelten Größen liegen leicht über dem britischen System. Außerdem gibt es für Männer und Frauen jeweils getrennte Formeln zur Berechnung der richtigen Schuhgröße.

Nach dem Brannock-System ergeben sich für Männern und Frauen folgende Formeln für die Berechnung der jeweiligen Schuhgröße:

Schuhgröße (US) Männer = Fußlänge in Zentimeter / 2,54 x 3 – 22

Schuhgröße (US) Frauen  = Fußlänge in Zentimeter / 2,54 x 3 – 21

Asiatische Größen

Das asiatische Schuhgrößensystem basiert auf metrischen Angaben. Das bedeutet, dass die Schuhgröße in Zentimetern angegeben wird. Manchmal bezeichnen auch Buchstaben das Ballenmaß, also die Fußbreite, die mit A bis E, F oder G gekennzeichnet ist. Es sind die Japaner, die oftmals das Verhältnis von Länge zu Breite in ein Verhältnis zueinander setzen. Daraus ergeben sich Weiten von Narrow über Medium bis Wide.

Mondopoint

In zahlreichen südostasiatischen Ländern sowie in Japan, China und Russland sind Mondopoint -Größen die offizielle Größeneinheit für Schuhe. Auch in Deutschland werden Mondopoint-Größen im Bereich des Sports verwendet, zum Beispiel bei Skischuhen. Weit verbreitet ist Mondopoint auch im militärischen Bereich. Es ist das einzige Schuhgrößensystem, das nach einer ISO-Norm, nämlich nach ISO 9407 definiert ist. Anders als die anderen Systeme berücksichtigt Mondopoint sowohl die Länge als auch die Breite eines Fußes und wird in Millimeter gemessen. Ist ein Fuß zum Beispiel 31,5 Zentimeter lang und 12,6 Zentimeter breit, ergeben diese Maße nach Mondopoint eine Größe von 315/126. Anderes gilt für Skischuhe, deren Größe nicht in Millimetern, sondern in Zentimetern angegeben wird. Außerdem wird bei der Größenangabe lediglich die Länge, nicht jedoch die Fußbreite berücksichtigt. Legt man die oben genannten Maße zugrunde, entspricht die Länge bei einem Skischuh mit der Größe 315 MP für Mondopoint.

Vielfalt ist nicht immer positiv und kann auch zu Verwirrung führen, wie die unterschiedlichen Schuhgrößen zeigen. Hinzu kommt, dass sich die Größen auch zwischen verschiedenen Schuhmarken unterscheiden können. Das gilt zum Beispiel für Schuhe der Sportartikelhersteller Adidas, Nike und Vans, deren verschiedene Schuhsysteme sich teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Die nicht praktikable theoretische Vergleichbarkeit führt dazu, dass eine vorherige Schuhanprobe unverzichtbar ist. Das gilt übrigens nicht nur für Sportschuhe, sondern für alle Schuhe.

Die Unterschiede zwischen europäischen, amerikanischen und britischen Schuhgrößen

Im kontinental-europäischen Schuhgrößensystem, wozu das italienische, französische und deutsche System gehören, entspricht die Schuhgröße einem Intervall, das zwei Drittel eines Zentimeters misst. Das bedeutet, dass jede Größe 0,667 Zentimeter mehr misst. Die Schuhgröße 0 beginnt bei 0 Zentimeter. Die 0,667 Zentimeter entsprechen dem sogenannten Pariser Stich, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts die typische Stichlänge einer mit einer Nähmaschine genähten Doppelnaht war. Der Pariser Stich wurde auch zur Maßeinheit der Schuster, wobei die Berechnungsbasis die Fußlänge in Millimeter oder Zentimeter war. Französische, italienische und deutsche Schuhgrößen bilden zusammen das kontinentaleuropäische Schuhgrößen-System beziehungsweise die EU-Schuhgrößen.

Im Gegensatz dazu rechnen UK- oder US-Schuhgrößen mit anderen Längeneinheiten. Als Maßeinheit für eine Schuhgröße wird ein Drittel Zoll beziehungsweise Inch verwendet, was 0,847 Zentimeter entspricht und auf die Länge eines Gerstenkorns, dem Barleycorn, zurückgeht. Ein weiterer Unterschied zwischen EU-Schuhgrößen sowie UK- und US-Schuhgrößen ist, dass die letzteren erst ab einer bestimmten Innen- oder Fußlänge mit der Nummerierung der Schuhgrößen beginnen. Bei UK- und US-Schuhgrößen wird zwischen Schuhgrößen für Babys, Kinder und Erwachsenen differenziert, während US-Schuhgrößen zusätzlich noch zwischen Herren- und Damen-Schuhgrößen unterscheiden. Die ersten 12 Zoll sind in Großbritannien nicht mit einer Schuhgröße belegt, während die folgenden 13 Schuhgrößen im Abstand von jeweils 0,847 Zentimeter Kindergrößen sind. Im Anschluss an die Kindergrößen beginnen die Schuhgrößen für Erwachsene mit der Schuhgröße 1. Davon weicht das US-Schuhgrößensystem ab, dessen Nummerierung bei etwas weniger als 12 Zoll beginnt. International durchgesetzt hat sich, dass US-Größen bei gleicher Länge mit UK-Schuhgrößen stets eine Nummer größer ausgewiesen werden. 

Aufgrund der komplizierten Berechnungen ist es sinnvoll, einen Rechner oder eine Tabelle zur Umrechnung der Schuhgrößen zu verwenden.

Die ISO-Spezifikation für die Berechnung von Schuhgrößen

Schuhgrößen werden mithilfe der ISO-Spezifikation umgerechnet. Die International Organization for Standardization (ISO) ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen, die internationale Normen in nahezu allen Bereichen erarbeitet. Sie entwickelte auch die technische Spezifikation, mit der Schuhgrößen-Systeme umgerechnet werden. Ziel ist, die historisch entstandenen unterschiedlichen Schuhgrößen-Systeme international zu standardisieren beziehungsweise die Schuhgrößen umzurechnen. Grundlage für die ISO-Spezifikation ist die Fußlänge in Zentimeter, mit der die Berechnungen der Schuhgrößen vorgenommen und die Größentabellen festgelegt werden. Neben der Fußlänge wird auch die Zehenfreiheit normiert. Das bedeutet, dass für jedes wichtige Schuhgrößen-System eine entsprechende Umrechnungsformel hergeleitet und standardisiert wird. Im Gegensatz zu Erwachsenen gelten für Kinderschuhgrößen in Bezug auf die Zehenfreiheit gesonderte Regelungen.

Übergeordnetes Ziel ist, die als Vornorm entwickelte ISO/TS 19407:2015 zu einem späteren Zeitpunkt international zu standardisieren, um die Vergabe und Umrechnung von Schuhgrößen zu erleichtern und für Verbraucher eine verlässliche und einheitliche Berechnung von Schuhgrößen sicherzustellen. Die verschiedenen Größensysteme sollen jedoch weiterhin bestehen bleiben.

Die verschiedenen Schuhweiten

Grundsätzlich bedeutet jeder Schuh per se eine gewisse Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Damit die Leistungsfähigkeit von Füßen sichergestellt ist und es nicht zu Fehlstellungen und Fußerkrankungen kommt, sollten Schuhe eine optimale Passform haben. Das gilt nicht nur für die Passform in der Länge, sondern auch in Bezug auf die Fußweite, die sich an der Breite eines Fußes orientiert.

Es gibt zwei verschiedene Systeme, die die Fußweite beziehungsweise Fußbreite berücksichtigen und kennzeichnen. Entweder wird die gemessene Fußbreite einfach in Millimeter angegeben wie zum Beispiel beim Mondopoint-System. Eine andere Möglichkeit ist, die gemessene Fußbreite einem Kennbuchstaben zuzuordnen, der in Abhängigkeit von der Länge einer Tabelle entnommen wird. Das bedeutet, dass der gleiche Kennbuchstabe bei unterschiedlichen Schuhlängen unterschiedlichen Maßen entspricht. Beispiele für solche Angaben mit einem Kennbuchstaben sind W für weit, M für mittel und S für schmal. Die in Europa gebräuchlichen Größenklassen beginnen mit dem Buchstaben E und reichen bis zum Buchstaben M und lassen sich in Normalweite, Komfortweite, Bequemweite und Spezialweite differenzieren.

  • Die Buchstaben E für schmale Füße und F für schlanke Füße bezeichnen die Normalweite. Die Schuhweite F ist die für normale Füße übliche Schuhweite. Bei Schuhgröße 36 beträgt sie 21,75 Zentimeter, bei Größe 38 rund 22,5 Zentimeter und bei Größe 41 rund 23,7 Zentimeter. Wer die Schuhweite F trägt, hat das Glück, alle Schuhformen und Schuharten tragen zu können.
  • Die Komfortweite ist mit dem Buchstaben G für normal breite Füße gekennzeichnet. Bei Schuhgröße 38 beträgt die Schuhweite G 23 Zentimeter, während sie bei Schuhgröße 40 etwas weiter, nämlich 23,25 Zentimeter ist. Mit normal breiten Füßen in Schuhweite G sind Sie in der Wahl Ihrer Schuhe ebenfalls nicht eingeschränkt, sodass Sie alle Schuharten und Stile tragen können.
  • Die Buchstaben H und J stehen für eine bequeme Weite, wobei H kräftige Füße und J Füße mit Überweite bezeichnen. Tragen Sie Schuhgröße 36, beträgt die Schuhweite H in dieser Größe 22,75 Zentimeter, während Schuhgröße 44 eine Weite von 25,75 Zentimeter aufweist. Auch Schuhe mit der Weite H gibt es noch in großer Auswahl, sodass Sie diesbezüglich nicht eingeschränkt sind. Die Schuhweite J ist noch komfortabler als Schuhweite H. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass Schuhe in Größe 37 mit Schuhweite J 23,7 Zentimeter breit sind, während Schuhe in Größe 40 eine Breite von 24,75 Zentimeter haben. Bei breiteren Fußformen ist es sinnvoll, auf Schuhe zu achten, die den Fuß optisch strecken, sodass die Fußform insgesamt schlanker wirkt.
  • Darüber hinaus gibt es Spezialweiten, die mit den Buchstaben K, L, und M ausgezeichnet sind. K steht für Füße mit Überweite. Schuhe mit dem Buchstaben L eignen sich für bandagierte Füße, und der Buchstabe M ist für Füße mit Extra-Überweite. Schuhe mit der Fußweite K weisen in Größe 38 eine Breite von 24,5 Zentimeter auf, während es in Größe 40 bereits 25,25 Zentimeter sind. Einen schlankeren Fuß erzielen Sie bei Spezialweiten dadurch, dass Sie sich für hochgeschlossene Schuhe in dezenten Farben entscheiden. Ideal ist ein höherer Schaft, der den Fuß zusätzlich streckt.

Tipps für den Schuhkauf

Für den Kauf von Schuhen sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen. Schließlich sind es die Schuhe, die den Bewegungsapparat unterstützen und Ihr Körpergewicht ein Leben lang tragen. Deshalb sollte es selbstverständlich sein, dass Sie Schuhe tragen, die tatsächlich zu Ihrem Fuß passen und optimal sitzen. Ansonsten kann es zu dauerhaften Schäden am Fuß kommen, die Ihre Bewegungsfreiheit massiv einschränken. Beim Schuhkauf kommt es außerdem nicht allein auf die Schuhgröße an. Es gibt noch weitere Faktoren, die Sie beim Kaufen von Schuhen berücksichtigen sollten – hier sind die wichtigsten Tipps für den Schuhkauf:

  • Achten Sie auf ausreichenden Raum für die Zehen. Als Faustformel hat sich eine Daumenbreite als Puffer erwiesen, sodass Sie Ihren Fuß beim Gehen perfekt abrollen können.
  • Viel zu selten wird beim Schuhkauf die Schuhbreite berücksichtigt. Oftmals werden schmale Füße mit einer kleineren beziehungsweise breite Füße mit einem größeren Modell kompensiert, da auch hier die Breite ab- oder zunimmt. Damit schaden Sie Ihren Füßen. Achten Sie stattdessen darauf, dass Sie Schuhe mit der für Sie passenden Weite aussuchen, die mit den Großbuchstaben E bis K ausgewiesen ist.
  • Im Laufe eines Tages ändert sich die Fußform. Aufgrund der alltäglichen Belastung weitet sich die Schuhgröße, weshalb Sie Alltagsschuhe am Nachmittag kaufen sollten.
  • Sofern Ihre Füße unterschiedliche Längen aufweisen, sollten Sie sich für Schuhe in der Größe des längeren Fußes entscheiden. Um den Größenunterschied auszugleichen, können Sie den Schuh mit dem kürzeren Fuß mit einer Einlegesohle ausstatten. Diesbezüglich ist es sinnvoll, sich von einem Fachmann in einem Sanitätshaus beraten zu lassen.

Fazit

Abschließend ist festzuhalten, dass Rechner für die Umrechnung von Schuhgrößen die ISO-Spezifikation umsetzen. Aufgrund der Unterschiede zwischen den Größensystemen und den unterschiedlichen Maßeinheiten Zentimeter, Zoll und Inch ist eine Eins-zu-Eins-Umrechnung in halbe oder ganze Größen nicht möglich. Sie kann nur über Rundungen der Größen erzielt werden. Das bedeutet, dass es die exakte Lösung nicht gibt. Das gilt insbesondere bei Sportschuhen, die ohnehin von den regulären Größen abweichen. Insgesamt bietet die ISO-Spezifikation und ihre Rechenergebnisse dennoch ein theoretisches Berechnungsverfahren, das einen guten Kompromiss für die Verbraucher gefunden hat, die richtige Schuhgröße zu ermitteln. Es sind jedoch nicht nur die unterschiedlichen und teilstandardisierten Größensysteme, die Probleme bei der Suche nach der richtigen Größe bereiten. Hinzu kommen die bereits erwähnten weiteren Faktoren, nämlich diese:

1.         Durch unterschiedliche Messmethoden, Fertigungsverfahren und Toleranzen kommt es bei verschiedenen Herstellern zu Abweichungen der Größenangaben.

2.         Die Längenangaben beziehen sich auf die Innenlänge des Schuhs oder auf die Fußlänge, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann.

3.         Es gibt unterschiedliche Schuhbreiten, die nicht standardisiert sind.

4.         Einige Größentabellen berücksichtigen bei Kinderschuhen einen zusätzlichen Spielraum für die Zehen und das Wachstum der Füße, während andere darauf verzichten.

5.         Es sind vor allem Sportschuhe, die oftmals sehr viel kleiner ausfallen, als es die angegebene Schuhgröße vermuten lässt.

6.         Neben den gebräuchlichen US-Sytemen gibt es herstellereigene Systeme, die teilweise stark voneinander abweichen.

Deshalb ist es bei Schuhen besonders wichtig, sie anzuprobieren und einige Schritte Probe zu laufen. Außerdem ist es sinnvoll, die Füße regelmäßig zu messen und mithilfe der Tabellen die richtige Schuhgröße zu finden beziehungsweise zu kontrollieren. Das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Das ist deshalb wichtig, weil sich Füße im Alter verändern und größer werden können, sodass sich die Schuhgröße um eine halbe oder ganze Nummer verändern kann.